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mabb startet Ausschreibung für ein Integrationsradio in arabischer und deutscher Sprache

Berlin, 5. Januar 2016. Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat die Ausschreibung für den Aufbau eines Integrationsradios in arabischer und deutscher Sprache beschlossen. Für die Verbreitung stellt die mabb eine UKW-Frequenz mit Senderstandort Berlin zur Verfügung, unterstützt die Ausstrahlung des Programms durch UKW-Sender kleinerer Leistung an Flüchtlingsstandorten in Brandenburg und übernimmt die entstehenden Senderkosten. „Ein UKW-Radiosender mit einem verlässlichen Informations- und Serviceangebot soll den Geflüchteten, die in Berlin und Brandenburg angekommen sind, Orientierung bieten und dabei gleichzeitig Sprachkompetenz vermitteln“, so mabb-Direktor Dr. Hans Hege.

Die etwa 100.000 aufgenommenen Asylsuchenden in Berlin und Brandenburg, ein großer Teil von ihnen stammt aus dem arabischen Raum, haben dringenden Bedarf an Information und Orientierung. Vor allem der Gang zu Ämtern, zur Rechtsberatung und zu Ärzten, der Abschluss von Verträgen oder die Kommunikation mit Kindertagesstätten und Schulen stellt für viele Neuankömmlinge eine bedeutende Herausforderung dar. Auch das alltägliche Leben in Deutschland ist nicht für jeden selbsterklärend. „In dieser besonderen Situation versuchen wir schnell und pragmatisch im Rahmen unserer gesetzlichen Möglichkeiten zu handeln“, erklärt Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer, Vorsitzender des Medienrats. „Mit dem Radioprogramm möchten wir einen Beitrag für diejenigen leisten, für die es aufgrund der politischen Verhältnisse in ihren Heimatländern in absehbarer Zeit keine Rückkehrperspektive gibt. Berlin und Brandenburg werden für die meisten Betroffenen zumindest auf Zeit der Mittelpunkt eines neuen Lebens sein, für das sie dringend praktische Orientierung benötigen.“

Ausschreibung und Förderung

Inhalt der Ausschreibung der mabb ist die Förderung eines Radiosenders in arabischer und deutscher Sprache zur Unterstützung der Orientierung und Integration von Flüchtlingen und Migranten in Berlin und Brandenburg. Mit praktischen Informationen und Serviceelementen sollen große Teile der Zielgruppe erreicht werden. Ein auf diese Zielgruppe ausgerichtetes Musikprogramm soll die Aufmerksamkeit erhöhen und die Akzeptanz zusätzlich stärken.

Das Integrationsradio soll von vornherein auf die Nutzung der Möglichkeiten des Internets und der sozialen Netzwerke und ihrer Vernetzung mit UKW ausgerichtet sein. Dies hat eine besondere Bedeutung, weil soziale Netzwerke in der Zielgruppe weit verbreitet sind und im Internet weiterführende Informations-und Serviceangebote für die Nutzer bereitstehen.

„Durch ihre sparsame Haushaltsführung verfügt die mabb über Rücklagen, die eine Anschubfinanzierung ermöglichen“, so Dr. Hans Hege. „Ab Sendestart sichert die Medienanstalt für maximal ein Jahr diese Anschubfinanzierung. Spätestens ab dem zweiten Sendejahr muss die Finanzierung aber vorwiegend durch andere Finanzquellen gesichert werden.“

Bis zum 18. Februar 2016 können sich Antragsteller bei der mabb bewerben.

Hinweise zur Ausschreibung

Bewerbungsfrist: 18. Februar 2016
Ansprechpartner in der mabb: Steffen Meyer-Tippach (meyer@mabb.de)

Zur ausführlichen Ausschreibung.

Über die mabb

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Ihre Regulierungsaufgaben nimmt sie bei bundesweiten Veranstaltern und Plattformen zusammen mit den gemeinsamen Organen der Medienanstalten der Länder wahr. Entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag fördert die mabb in Berlin und Brandenburg Medienkompetenz und -ausbildung sowie Projekte für neue Übertragungstechniken. Der Erfüllung dieser Aufgaben dienen als Einrichtungen in Trägerschaft der mabb ALEX Offener Kanal Berlin und das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ).

 

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