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Gewinner des Förderwettbewerbs „Welcome“ stehen fest

17. Dezember 2015

Im Rahmen des Förderwettbewerbs „WELCOME“ fördert die mabb zehn neue Medienkompetenzprojekte. Sie leisten auf individuelle Art und Weise einen Beitrag zur Willkommenskultur und vermitteln geflüchteten und nichtgeflüchteten Menschen dabei gleichzeitig Medienkompetenz. Die inhaltliche Spezialisierung der Projekte und der Einsatzkontext sind dabei genauso vielfältig wie die Hilfsmittel, mit denen sie umgesetzt werden sowie die Medien, für die die Projekte konzipiert sind.

Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl waren unter anderem Realisierbarkeit, Finanzierbarkeit und Qualität des medienpädagogischen Konzeptes sowie Vorerfahrungen der Projektteams mit der Zielgruppe.

Insgesamt wurden 63 Projektkonzepte bei der mabb eingereicht. Der Medienrat hat nun die folgenden zehn für eine Förderung ausgewählt:

Im Projekt „>>bediBE“ erstellen geflüchtete und nichtgeflüchtete junge Mädchen in mehreren Sessions gemeinsam eine digitale Bedienungsanleitung für Berlin (bediBE), indem sie mit digitalen Medien (Digitalkameras, Tablets, etc.) die Stadt erkunden und dokumentieren. Daraus entstehen verschiedene interaktive Schnitzeljagden, die auch öffentlich durch- und vorgeführt werden.

Im Projekt „Public Radio“ nehmen nach einem Paten-Modell Geflüchtete und Nichtgeflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften an Radioworkshops teil. Die entstehenden Audioprojekte werden über eine Website, als Smartphone-Audiotour und im öffentlichen Raum zugänglich gemacht. Langfristig ist die Übertragung des Modells auf andere Bundesländer und eine Erweiterung der Website zu einer multimedialen Plattform geplant.

Im Projekt „Wegweiser" wird gemeinsam mit jugendlichen Flüchtlingen aus der Notunterkunft Tempelhof ein Wordpress-Blog aufgesetzt, in dem sie alle wissenswerten Service-Informationen medial aufbereiten und für Neuankömmlinge  zusammentragen.

Im Projekt „Medien-Sprache-Integration“ werden drei Deutsch-Integrationskurs begleitende Medienkompetenz-Module entwickelt, die den Flüchtlingen, die an Sprachkursen teilnehmen, die Möglichkeit verschaffen (per Web-Comic, Video-Story, Foto-Arbeit), ihre Sprachkenntnisse medial zu erproben und zu vertiefen.

Im Projekt „Medien empowern Geflüchtete“ werden in fünf aufeinander aufbauenden Medienworkshops mit erwachsenen Menschen mit Fluchterfahrung Methoden des Empowermenttrainings mit praktischer Mediengestaltung verknüpft, etwa in Übungen zur Interviewführung oder zu Mobile Journalism. Am Ende gestalten die Teilnehmer gemeinsam eine Talkshow bei ALEX TV. Als Peer-Trainer sind Fachkräfte im Einsatz, die als Asylbewerber nach Deutschland kamen.

Im Projekt „Kreativ – Integrativ“ kommen zwei Gruppen von geflüchteten und nicht-geflüchteten Kindern in Workshops zusammen und erstellen gemeinsam verschiedene Audio- und Videoprodukte. Dabei steht die Auseinandersetzung mit Vorurteilen im Fokus.

In dem Kooperationsprojekt „WELCOME to school“ zwischen dem JIM Senftenberg und der dortigen Oberschuleentstehen in einer regelmäßigen, angeleiteten AG mit schulpflichtigen Flüchtlingen Willkommensvideos, die im Sinne des Peer-Learnings Neuankömmlingen die Orientierung im Schulalltag erleichtern.

Im Projekt „Mein Berlin“ produzieren jugendliche Flüchtlinge in einem Osterferienworkshop im Medienhof Wedding kleine Filme, die ihre Sicht auf Berlin zeigen. Die Beiträge werden über einen YouTube-Kanal verbreitet und auch öffentlich vorgeführt.

Im Projekt „Auf der Suche nach dem Willkommen" erstellt eine Willkommensklasse einer Berliner Oberschule crossmediale Reportagen. Angeleitet werden die Schüler in einer wöchentlichen AG. Die Ergebnisse werden unter anderem über das nichtkommerzielle Radioprojekt 88vier sowie über Soundcloud und eine eigene Internetseite veröffentlicht und im Rahmen schulischer Aktivitäten präsentiert.

Im Projekt „Ich in Deutschland“ halten Schüler von Willkommensklassen - medienpädagogisch begleitet - ihre Ankunft und ihr Leben in Deutschland in kleinen Videos fest. Die Ergebnisse werden am Ende in der Schule vorgeführt und die Projektbeteiligten fungieren im nächsten Schuljahr als Multiplikatoren in Folgeprojekten.

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