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Förderrichtlinie für lokale Medien unterstützt Flüchtlingsberichterstattung in der Region

  • Medienrat der mabb erweitert das Förderkonzept für lokale Medien um das Thema Flüchtlingsberichterstattung
  • Integrationsradio in arabischer und deutscher Sprache wird in der bisher geplanten Form nicht realisiert

Berlin, 20. April 2016. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hatte im Januar 2016 die Ausschreibung für den Aufbau eines Integrationsradios in Verbindung mit entsprechenden Internetangeboten in arabischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Fünf Antragsteller haben sich darauf beworben. Nach ausführlicher Auswertung der inhaltlich zum Teil anspruchsvollen Konzepte hat der Medienrat zwei Antragsteller in seiner Sitzung am 22. März 2016 angehört. Leider konnte keine Bewerbung das Gremium vollständig überzeugen. Keiner der Antragsteller hat ein wirtschaftlich nachhaltiges und tragfähiges Konzept vorgelegt. In allen Bewerbungen ist unklar geblieben, inwiefern die Anschlussfinanzierung nach dem durch die mabb geförderten ersten Sendejahr gesichert werden kann. Aus diesem Grund wurde die Ausschreibung in der Sitzung des Medienrats am 19. April 2016 zum Bedauern des Gremiums ohne Auswahlentscheidung abgeschlossen.

Gleichzeitig hat der Medienrat in seiner gestrigen Sitzung darüber beraten, wie die Berichterstattung über Flüchtlingsthemen in lokalen Medien von der mabb unterstützt werden kann. „Die Redaktionen lokaler Medien nehmen die Berichterstattung über Flüchtlingsthemen zunehmend in ihr Programm auf, stehen dabei jedoch vor großen Herausforderungen, wenn sie eine ausgewogene Berichterstattung gewährleisten und gleichzeitig die Interaktion mit dem Publikum ernsthaft und nachhaltig betreiben wollen“, so Prof. Hansjürgen Rosenbauer, Vorsitzender des Medienrats. „Die zunächst auf zwei Jahre angelegte Förderrichtlinie der mabb soll nun die Berichterstattung über Flüchtlingsthemen im Programm der werbefinanzierten lokalen Fernseh- und Radiosender in Berlin und Brandenburg unterstützen.“

Die Medienanstalt fördert künftig Maßnahmen und Projekte zur Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im Rahmen des Programms „Berichterstattung über Flüchtlingsthemen – crossmedial und interaktiv“ des Medieninnovationszentrums Babelsberg (MIZ) sowie Workshops zum Umgang mit Hetze und Hass-Kommentaren auf den Senderprofilen in den sozialen Netzwerken. Außerdem werden innovative Sendeformate – Einzelsendungen oder regelmäßige Rubriken – und auch Sachausgaben wie Honorare für Dolmetscherleistungen gefördert.

Die vollständige Förderrichtlinie finden Sie hier.

Über die mabb

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Ihre Regulierungsaufgaben nimmt sie bei bundesweiten Veranstaltern und Plattformen zusammen mit den gemeinsamen Organen der Medienanstalten der Länder wahr. Entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag fördert die mabb in Berlin und Brandenburg Medienkompetenz und -ausbildung sowie Projekte für neue Übertragungstechniken. Der Erfüllung dieser Aufgaben dienen als Einrichtungen in Trägerschaft der mabb ALEX Offener Kanal Berlin und das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ).

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