mabb oben  rechts bleistift
mabb unten  links zettel

Für Medienvielfalt in Berlin und Brandenburg

Berlin, 16. Juni 2020. Heute hat sich der neunköpfige Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) unter Vorsitz von Martin Gorholt zur sechsten Amtszeit konstituiert. Als stellvertretende Vorsitzende bestätigten die Gremiumsmitglieder Karin Schubert in ihrem Amt.

Am 14. Mai und am 4. Juni 2020 hatten der Landtag Brandenburg und das Abgeordnetenhaus Berlin jeweils vier der neuen Mitglieder des Medienrats sowie den neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Martin Gorholt folgt als Vorsitzender auf Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer, der seit 2003 Mitglied des Medienrats war und das Gremium seit 2015 geleitet hat. „Im Namen aller Medienratsmitglieder und der mabb möchte ich Hansjürgen Rosenbauer für sein unermüdliches Engagement für die Medienvielfalt in Berlin und Brandenburg danken“, so Martin Gorholt. „Hansjürgen Rosenbauer hat die Arbeit des Medienrats entscheidend geprägt.“

Martin Gorholt war zuletzt Chef der Staatskanzlei Brandenburg. Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler war von 2016 bis 2018 als Staatssekretär in der Staatskanzlei Brandenburg tätig, Bevollmächtigter beim Bund und Beauftragter für Internationale Beziehungen. Von 2009 bis 2016 war Martin Gorholt Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Von 2005 bis 2008 war er Bundesgeschäftsführer der SPD und von 2003 bis 2005 Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

Zu den neu gewählten Medienratsmitgliedern gehören außerdem Dr. Bijan Moini, Steffen Schröder und Marie Luise von Halem: 

Dr. Bijan Moini ist Jurist, Politologe, Bürgerrechtler und Schriftsteller mit deutschiranischen Wurzeln. Er studierte in München und Paris und arbeitete nach Promotion und Referendariat in Hongkong und Berlin ab 2014 als Rechtsanwalt für eine Wirtschaftskanzlei. Seit 2018 koordiniert er als Syndikusrechtsanwalt der Gesellschaft für Freiheitsrechte deren Verfassungsbeschwerden. Sein erster Roman erschien 2019.

Steffen Schroeder ist Autor und Schauspieler. Er studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule Essen, war festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und des Berliner Ensembles. Seit 2001 ist Steffen Schroeder freier Schauspieler am Schauspielhaus Düsseldorf, Schauspiel Köln etc. Er spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, von 2011 bis 2020 als Kommissar in „Soko Leipzig“. 2017 erschien sein erstes Buch, 2020 sein erster Roman. Steffen Schroeder ist Botschafter der Opferhilfe WEISSER RING.

Marie Luise von Halem ist Sprach- und Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin, Mediatorin und Organisationsberaterin. Nach einigen Stationen im Verlagswesen war sie Geschäftsführerin des Landesverbands Brandenburg von Bündnis 90/Die Grünen und von 2009 bis 2019 Abgeordnete des Brandenburgischen Landtags. Ihr Mandat umfasste die Zuständigkeit für Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur- und Medienpolitik.

Markus Beckedahl, Stephan Goericke, Bärbel Romanowski-Sühl, Karin Schubert und Gabriele Wiechatzek wurden von den Länderparlamenten in Berlin und Brandenburg jeweils in ihrem Amt bestätigt:

Markus Beckedahl ist seit 2010 Mitglied des Medienrats. Er ist Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org, Mitgründer der re:publica und der newthinking communications GmbH. 2010 bis 2013 war Markus Beckedahl Sachverständiger in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zu „Internet und digitale Gesellschaft“. Er ist Autor und Herausgeber diverser Bücher zu Fragestellungen der Digitalen Welt.

Stephan Goericke ist seit 2015 Mitglied des Medienrats. Darüber hinaus ist er Aufsichtsratsvorsitzender der ems – electronic media school. Stephan Goericke ist seit 2005 CEO des International Software Quality Institute (iSQI GmbH). Außerdem ist er Inhaber der GOERICKE-Beratung für Strategie und Kommunikation GmbH. Stephan Goericke ist Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer Institut Fokus.

Bärbel Romanowski-Sühl ist seit 2009 Mitglied des Medienrats. Sie war bis 1989 beim DDR-Fernsehen tätig und erfand 1990 das kritische Frauenjournal „Ungeschminkt“, das sie – ebenso wie die „Donnerstag-Gespräche“ – auch moderierte. Von 1992 bis 1993 war sie Leiterin des RTL-Nachrichtenstudios in Dresden und von 1993 bis 1998 als freie Journalistin und Moderatorin tätig. Seit 1998 betreibt Bärbel Romanowski-Sühl eine PR-Agentur für Medien- und Politikberatung.

Karin Schubert ist seit 2015 Mitglied des Medienrats und stellvertretende Vorsitzende des Gremiums. Von 1979 bis 1988 war sie Richterin in Wuppertal und Düsseldorf und von 1988 bis 1991 Referatsleiterin für Recht und Verfassung sowie Gleichstellungsbeauftragte der Landesvertretung NRW in Bonn. Karin Schubert war von 1992 bis 1994 Präsidentin des Landgerichts Neubrandenburg und von 1994 bis 2001 Justizministerin von Sachsen-Anhalt. Von 2002 bis 2006 war sie Justizsenatorin und Bürgermeisterin von Berlin. Seit 2007 ist Karin Schubert als Rechtsanwältin in Berlin tätig.

Gabriele Wiechatzek ist seit 2009 Mitglied des Medienrats. Von 1975 bis 1990 war sie Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, von 1983 bis 1989 dessen stellvertretende Präsidentin. Von 1990 bis 1994 war Gabriele Wiechatzek Mitglied des Deutschen Bundestags und von 1994 bis 2000 Repräsentantin des Vorstands der ProSieben Media AG. Seit 2000 ist Gabriele Wiechatzek selbstständige Politik- und Medienberaterin (GWC) in Berlin.

Über die Aufgaben des Medienrats der mabb
Der mabb-Medienrat besteht aus neun ehrenamtlich tätigen, unabhängigen Mitgliedern. Von den Mitgliedern des Medienrats werden je vier vom Brandenburger Landtag und vom Abgeordnetenhaus von Berlin jeweils mit der Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl gewählt. Ein weiteres Mitglied, das zugleich den Vorsitz im Medienrat innehat, wird von beiden Länderparlamenten jeweils mit einer Mehrheit von zwei Dritteln ihrer gesetzlichen Mitgliederzahl gewählt. Aus seiner Mitte wählt der Medienrat eine stellvertretende Vorsitzende bzw. einen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Medienrat tagt in nicht-öffentlichen Sitzungen. Er nimmt die Aufgaben der Medienanstalt wahr, die nicht der Direktorin übertragen wurden. Beispielsweise vergibt der Medienrat die Sendelizenzen, teilt die Frequenzen zu und überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.

Weitere Informationen über den Medienrat der mabb:

www.mabb.de/uber-die-mabb/organisation-und-struktur/medienrat.html

<< Zurück zur Übersicht